2007-04-30

Verschärftes Zurückschrauben

Von dasSchaf @ 22:35 [ Beobachtungen ]
"Kanada schraubt im Umweltschutz zurück", titelt die NZZ heute im Auslandteil. "Verschärfte Klimaschutzziele in Kanada", lautet dagegen die Schlagzeile im Wirtschaftsteil. Der eine Bericht stammt von einem Korrespondenten in Ottawa, der andere von einem Mitarbeiter in Vancouver. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen, etwa in Winnipeg.

2007-04-29

Sei wie die Biene

Von dasSchaf @ 22:00 [ Beobachtungen ]

Sei wie die Biene... Tafel an einem Bienenhaus Im Jura

Sei wie die Biene. Rege dich.
Auf Nützliches verlege dich
und gegen Feinde wehre dich.
Dein ganzes Wesen ehre dich.

Sinnspruch über dem Eingang zu einem Bienenhaus der Vacherie Mouillard im Jura auf den Höhen über dem Doubs.

 

 

 

 


2007-04-25

B-Post: Viehmarkt in Castelmur

Von dasSchaf @ 23:07 [ Beobachtungen ]
B-Post: Viehmarkt in Castelmur

Selbstgespräche bei Bohnen

Von dasSchaf @ 22:00 [ Beobachtungen ]

Mensch und Affe stehen einander näher, als viele von uns glauben wollen. Menschen reden miteinander, Tiere ebenfalls, wenn auch in Sprachen, die wir nicht oder höchstens ein bisschen verstehen. Pflanzen haben "Nerven" und ein "Gehirn", das bei ihnen in den Wurzeln angesiedelt ist - und auch sie "reden". So können Pflanzen, die von Insekten angegriffen werden, andere Pflanzen mittels Aussenden von Duftstoffen vor der Insekteninvasion warnen und sie anregen, Schutzmassnahmen einzuleiten. Nun lese ich, dass Pflanzen nicht nur Gespräche führen, sondern sogar Selbstgespräche (NZZ): Sie warnen nicht nur benachbarte Pflanzen, sondern auch eigene Blätter, die noch nicht von Schädlingen befallen sind.

Die Welt ist wunderbar, wer immer für die Einrichtung zuständig war und ist. Und gross die Wut auf all die Idioten, die sie täglich ein bisschen mehr kaputt machen.

 

 

 


2007-04-22

Herr Schweiz(er)

Von dasSchaf @ 21:38 [ Beobachtungen ]

Es gibt bekanntlich Dinge, die tut man nicht einmal ignonieren. Dazu gehören: Autorennen, Töffrennen, Skirennen, Mister-Wahlen, Miss-Wahlen etc. Das gelingt jedoch nicht immer. Manchmal stellen sich einem diese Dinge in den Weg. Zum Beispiel, wenn man auf dem Heimweg nach einem ungestörten Wochenenda an der Bushaltestelle auf dem Plakataushang einer Sonntagszeitung lesen muss: "Mister Schweiz: Sex ist gesund und macht Spass". Da wird man dann doch nachdenklich. Warum nicht umgekehrt? Oder einfach: "Sex macht Spass"? Die Antwort ist einfach: Irgendwie wäre das unschweizerisch.


2007-04-20

Hübsche Geschichten

Von dasSchaf @ 15:05 [ Beobachtungen ]

Lange, lange hat in meinem Blog Funkstille geherrscht. dasSchaf kann halt seine Zeit nicht nur dem wandernden Beobachten oder dem beobachtenden Wandern widmen; es unterscheidet sich da nicht von der Mehrheit. Nun ist dasSchaf aber wieder aufgetaucht und schaut sich um und siehe da: Erstmals ist zu einem Beitrag ein Kommentar eingegangen. Und was für einer! Herzlichen Dank, lieber Guschti Pfister, für die unglaubliche Mühe, die du dir zur Illustration der Frage "Was ist ein Problem?" gemacht hast! Deine reichhaltige und detaillierte Antwort wird dasSchaf eine Zeitlang beschäftigen; auch dasSchaf, nicht nur der von dir geschilderte Kollege, wird Dörner lesen müssen.

Eindrücklich ist für mich besonders der Punkt "ungenützte Ressourcen". dasSchaf ist überzeugt, dass Teams eine hervorragende Ressource sind und dass sie in der Regel schneller und bessere Resultate produzieren als sie im stillen Kämmerlein entstehen. Aber selbst in Teams ist es nicht einfach, Widerspruch, Passivität, Kritik als Ressource zu nutzen und nicht als Kritik an der eigenen Person, die es zu kontern gilt. Das sind meiner Erfahrung nach schwierige und langwierige Lernprozesse, die viel Geduld und Gutwilligkeit von allen Beteiligten fordern.

Etwas anderes:

Ein hübsche Geschichte las dasSchaf gestern in der Zeitung. Danach verdankt eine Hausfrau in den USA ihr Leben der Tatsache, dass sie eine Rauchpause eingeschaltet hat. Sie unterbrach den Abwasch und ging vors Haus. Während sie rauchte, fiel  eine alte Eiche auf ihr Heim und schlug in die Küche ein. Das Haus ist unbewohnbar, sie blieb unverletzt. In der gleichen Zeitung lese dasSchaf einige Seiten weiter hinten, dass ab 2008 in der Schweiz auf Zigarettenpackungen auch mit Bildern vor den Gefahren des Rauchens gewarnt werden soll. Vielleicht wäre ganz klein gedruckt ein Hinweis möglich: "In einigen Fällen kann rauchen Ihr Leben retten"? 

 


2007-04-11

Was ist eigentlich das Problem?

Von dasSchaf @ 14:22 [ Beobachtungen ]

Was ist eigentlich das Problem? fragen wir uns oft, vor allem wenn wir in einem längeren Streigespräch nach einer gewissen Zeit nicht mehr wissen, weshalb es angefangen hat.

Aber was ist eigentlich ein Problem?

Ein Freund erklärt es mir folgendermassen:

Ein Problem besteht aus fünf Strukturelementen. Wenn eines davon nicht vorhanden ist, dann gibt es kein Problem oder es ist unlösbar.
 
Bei den fünf Elementen handelt es sich um:

  1. Ziel: Was will ich erreichen?
  2. Hindernisse: Was steht dagegen, dass ich das erreiche, was ich erreichen will?
  3. Gewinn: Was habe ich davon, dass ich das Problem habe?
  4. Unbenützte Ressourcen: Was habe ich bisher nicht getan, um das Problem zu lösen zu erreichen?
  5. Die Aufgabe danach: Was kommt, wenn das Problem gelöst ist?

(Mein) Beispiel: Ich bin mit meiner jetzigen Tätigkeit unzufrieden und möchte etwas neues.

  1. Ziel: Ich habe in einem halben Jahr eine neue Aufgabe.
  2. Hindernisse: Es gibt wenig freie Stellen in meiner Branche, ich kann zu wenig gut französisch. 
  3. Gewinn: Ich kann mich weiterhin über meine langweilige Aufgabe beklagen, ich kann weiterhin von einer besseren Arbeit träumen. 
  4. unbenutzte Ressourcen: bisher habe ich nur die Stellenanzeiger angeschaut. Jetzt informiere ich alle Bekannten und bitte Sie, mir bei der Suche behilflich zu sein. Ich mache einen Schnellkurs in französisch. 
  5. die Aufgabe danach: wenn ich eine neue Aufgabe habe, muss ich meine bisherige Aufgabe einem Nachfolger übergeben, mich von meinen bisherigen Arbeitskollegen verabschieden, mich in einer neuen Aufgabe zurechtfinden.

Woher weiss mein Freund das alles?

Insa Sparrer, Matthias Varga von Kibéd: Ganz im Gegenteil


2007-04-05

Fair banking?

Von dasSchaf @ 09:55 [ Beobachtungen ]

Fair banking"Fair banking" verspricht ein Geldinstitut in seiner Werbung. Was will man uns sagen? Dass die Bank die Kunden bisher übervorteilt hat und nun in sich gegangen ist? Dass ihr Direktor sein Gehalt von zwei Millionen auf 200'000 Franken gekürzt hat? Dass sie es besser meint mit uns als andere Banken? Dass die Konkurrenz uns übers Ohr haut? Dass sie sich neu an die englische Kundschaft richtet und nicht mehr an die Kleingewerbler im Quartier?

Fragen über Fragen. Es gibt unter den Banken schwarze Schafe, das ist nichts neues. Unser Geld auf der Bank arbeitet vor allem für die Bank und nicht für uns, auch das ist klar. Es ist die Prämie, die wir dafür zahlen, dass unser Geld in Sicherheit ist und nicht übermässig an Wert verliert. 

Fair sein heisst, sich an die vereinbarten Spielregeln zu halten. Wo sind wir, wenn Banken einen Vorteil darin sehen, uns zu versichern, dass sie sich an Spielregeln halten? An welche Spielregeln überhaupt?