2008-03-30

A bleg

Von dasSchaf @ 22:24 [ Beobachtungen ]
A bleg is a blog plus a beg, schreibt Stephen J. Dubner in Freakonomics. Frei übersetzt: Ein "bleg" ist eine per Blog vorgebrachte Bitte um Informationen.

Hier also mein Bleg:

Nächstens fahre ich nach Hamburg, wo ich unter anderem ein paar jungen Leuten aus der Schweiz in einem halbtägigen Rundgang etwas über "Hamburg im 2. Weltkrieg" erzählen soll. Das Thema ist riesig, die Zeit ist kurz - da muss man sich beschränken. Ich habe schon eine Ahnung, was ich mit den jungen Leuten unternehmen werde. Aber für Anregungen bin ich sehr empfänglich.

Vielen Dank schon im Voraus.



2008-03-17

Zum Frühlingsanfang

Von dasSchaf @ 19:40 [ Beobachtungen ]

2008-03-16

Vergoldete Kaffeemaschinen

Von dasSchaf @ 12:06 [ Beobachtungen ]
Im Kundenmagazin des Basler Energie- und Wasserversorgers IWB und im Blog des Basler Amtes für Umwelt und Energie lese ich: 200 Franken für energieeffiziente Kaffeemaschinen. Wenn ich eine neue Kaffeemaschine kaufe, die sich bei Nichtgebrauch automatisch abschaltet, erhalte ich vom Staat 200 Franken heraus.

Ein kurzer Check bei M-Electronic: Die billigste Maschine mit automatischer Abschaltfunktion kostet 149 Franken. Toll, ich komme also zu einer neuen Kaffeemaschine und erst noch zu 51 Franken. Wenn ich die Maschine, die ich sowieso nicht brauche, anschliessend bei E-Bay verhökere, dann hab ich ein gutes Geschäft gemacht.

Es sind Steuergelder, die hier verpulvert werden, auch wenn die Mittel wahrscheinlich aus irgendeiner Förder- oder Lenkungsabgabe stammen. Ich habe eigentlich nichts dagegen, dass staatliche Behörden das Energiesparen unterstützen. Aber dass es grad Subventionen für private Luxusprodukte sein müssen, finde ich ziemlich daneben. Wie wär es mit 200 Franken für all die, die aus ökologischen Gründen überhaupt keine Kaffeemaschine kaufen?


2008-03-12

Gute Werbung

Von dasSchaf @ 17:25 [ Beobachtungen ]
Es gibt immer wieder geniale Werbeideen. Zum Beispiel

Screenshot von

Hørselstest

Danke an Bugsierer für den Hinweis.

2008-03-11

Grösser, schwärzer, besser

Von dasSchaf @ 19:42 [ Beobachtungen ]
Swisscom hat sich selber und meinem Blog ein neues Aussehen beschert. Vielen Dank.

Passt es? Ist es daneben? In den Blogs hat der Wechsel für einige Aufregung gesorgt. Mir gefällt das Erscheinungsbild besser als die vorherige Version. Grau auf weiss finde ich angenehmer zu lesen und weniger aufdringlich als das ehemalige Hellblau; Bilder kommen besser zur Geltung. Die Links sind nun rot gekennzeichnet und so wenigstens erkennbar. Einziger, aber schwerwiegender Nachteil: Die Grundschrift ist klein und kontrastarm. Das macht die Benutzung für Menschen mit Sehbehinderungen schwieriger als nötig.

Swisscom ist keine Lifestyle-Veranstaltung, sondern ein Unternehmen der soliden telefonischen Grundversorgung. Das inhaltlich doch eher banale Portal brauche ich ja nicht unbedingt, aber E-Mail, Blog und Kundendienst sollten auf Zugang für alle optimiert sein.

Warum eigentlich kann das nur Apple, innovatives Design mit vorbildlicher Usability kombinieren?

2008-03-05

Merksatz

Von dasSchaf @ 17:38 [ Beobachtungen ]
"Der kann gar nicht so alt werden, wie er heute schon aussieht", sagt der doch auch schon 81jährige Helmut Hubacher in einem Interview in einer Schweizer Zeitschrift, die es nicht verdient, namentlich genennt zu werden, über einen Bundesrat, der es möglicherweise nicht verdient, dass man ihm einen solchen Satz an den Kopf wirft. Aber gut ist er, der Satz - den kann man bei Gelegenheit recyclen.

2008-03-03

Was heisst hier "homework"?

Von dasSchaf @ 23:20 [ Beobachtungen ]
"Homework" ist mehrheitsfähig", heisst es im Blog der Personalberatungsfirma p3b. Seit wann sind Hausaufgaben mehrheitsfähig?

Der Autor bezieht sich auf eine Studie "Flexible Working 2007" der US-Firma Johnson Controls. Diese hat ergeben, dass 60 Prozent der Angestellten ihre Arbeit nicht mehr hauptsächlich im Büro, sondern anderswo - bei Kunden, zu Hause, unterwegs etc. - ausüben. (Titel der deutschen Medienmitteilung: "Der Nine-to-Five-Job ist passé"!!!)

Also "Heimarbeit" und nicht "Hausaufgaben"? Ist es das, was Angestellte im Zeitalter schneller Telekommunikation tun, wenn sie ihre Konzepte zu Hause schreiben statt im Büro? Wenn ja, ist "Heimarbeit" mit "homework" angemessen übersetzt? Oder haben wir es hier mit einem "swinglizismus" zu tun?

Eine Freundin amerikanisch-englischer Muttersprache, die Wikipedia und Encarta bestätigen: "homework = Hausaufgaben, Schularbeiten". In der originalen Fassung der Studie "Flexible Working 2007" wird der Begriff "homework" nicht verwendet, hingegen werden Menschen, die zu Hause arbeiten ("working from home") als "homeworker" bezeichnet. Im "Shorter Oxford English Dictionary" (Oxford 1973) findet sich unter "Homework" jedoch: "a. Work done at , esp. as dist. from work done in a shop or factory. b. Lessons to be done by a school-child at home". Im online kostenlos verfügbaren und aktuelleren, aber knapperen "Compact Oxford English Dictionary" stehen unter "Homework" dagegen die Hausaufgaben an erster Stelle und die Heimarbeit an dritter.

Im angelsächsischen Raum scheint man heute unter "homework" in erster Linie das zu verstehen, was wir hierzulande mit Schulaufgaben bezeichnen. Moderne Formen der Heimarbeit werden dagegen als telecommuting, e-work, telework, working from home oder working at home bezeichnet.

Bei uns scheint sich dafür der Begriff "Telearbeit" durchzusetzen. Die deutschsprachige Wikipedia unterscheidet "Teleheimarbeit", "alternierende Telearbeit" und "mobile Telearbeit". Verlinkt ist die deutsche Fassung mit dem Begriff "Telecommuting" in der englischen Wikipedia. "Telecommuting, e-commuting, e-work, telework, working at home (WAH), or working from home (WFH) is a work arrangement in which employees enjoy limited flexibility in working location and hours. In other words, the daily commute to a central place of work is replaced by telecommunication links."

"Heimarbeit" bleibt aktuell, auch wenn wir modernen e-worker den Begriff lieber im Brockenhaus entsorgen würden. Er hat sogar eine eigene "Homepage". Und die heisst nicht www.homework.ch

2008-03-02

Zu Besuch bei Franz Hohler

Von dasSchaf @ 21:32 [ Beobachtungen ]
Ich habe mir vorgenommen, nicht über Beobachtungen im Web zu schreiben. Aber keine Regel ohne Ausnahme, weil: Kürzlich habe ich die Website von Franz Hohler besucht. (Er ist am Samstag 65 geworden.) Sie besteht aus ca. 12 Seiten, viel Text und ein paar Bildern.

Die Seiten sind hintereinander angeordnet und mittels eines am Schluss der Seite angebrachten Links ("anklicken") miteinander verhängt. Man blättert von der ersten zur nächsten Seite bis zum Schluss, wenn es einem nicht vorher langweilig wird. Zur Auftrittsliste ( "das ist mir eigentlich das wichtigste ") kommt man so erst nach dem dritten Klick.

Mir geht's nur um Information, nicht um Gestaltung, schreibt Hohler im Begrüssungstext zum Minimalismus. Er wisse gar nicht, wo die Künstler alle ihre Zeit hernehmen, für diese unheimlich wohl gestalteten Seiten, auf denen sich Farbbilder wie Gewitterwolken zusammenbrauen, langsam ineinander verfliessen und sich dann verfestigen. Frage: Wen meint er?

Liste Schweizer Schriftsteller

Schweizer Bühnenkünstler

B-Post: Rheinhafen Basel

Von dasSchaf @ 20:45 [ Beobachtungen ]
B-Post: Rheinhafen Basel